
Märkte & Trends am Morgen 08:10Uhr | Tägliche Handelsideen & Analysen
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Guten Morgen zum Märkte und Trends am Morgen. Gestern Abend und über Nacht geriet der NASDAQ 100 deutlich unter Druck, beeinflusst durch die Zwischenwahlen in den USA und gemischte Quartalszahlen einiger Unternehmen. Die Demokraten scheinen bei den Midterms die Nase vorn zu haben, was die Märkte beunruhigt und zu Kapitalabzügen führt. Der Druck auf die Märkte scheint sich fortzusetzen, und eine Korrektur ist im Gange.
Trotz der aktuellen Turbulenzen besteht nun mehr Klarheit, die den Märkten in den kommenden Wochen und Monaten zugutekommen könnte. Der NASDAQ 100 zeigte gestern eine leichte Erholung, unterstützt durch gute Chiptitel, schloss aber dennoch im Minus, angeführt von den Midterms. Generell befinden sich die großen US-Indizes weiterhin in einer Konsolidierung, die sich zu einer Korrektur ausgeweitet hat. Der Oktober brachte nicht die erhoffte Stabilisierung, und auch der November begann mit weiteren Rückgängen. Dennoch bleibt eine optimistische Haltung bestehen, da 10-12% Korrekturen keine Seltenheit sind und das Gesamtbild der übergeordneten Trendlage unverändert bleibt.
Einige Chipaktien, die in den letzten Tagen unter Druck standen, konnten sich gestern erholen. So legten AMD und Nevius deutlich zu, wenn auch nur als "Tropfen auf den heißen Stein". Die übergeordneten Trends in den USA, insbesondere im Tech-Sektor, aber auch bei zyklischen und konservativen Werten, zeigen eine Rotation und sogar eine Verschiebung in den grünen Bereich, was auf eine Zunahme von Aktien mit Trendsignalen hindeutet. Dies deutet darauf hin, dass die Abflüsse nicht den gesamten Markt betreffen und keine fatalen mittelfristigen Auswirkungen zu erwarten sind.
Die Zwischenwahlen zeigen, dass die Demokraten voraussichtlich eine absolute Mehrheit im Kongress erobern werden, auch wenn die endgültigen Ergebnisse noch ausstehen. Dies könnte Donald Trump nicht gefallen, und es werden weitere verbale Attacken erwartet. Die Unzufriedenheit der US-Bürger mit steigenden Lebensmittel- und Energiepreisen sowie der Inflation spielt eine große Rolle und übt Druck auf die aktuelle Regierung aus.
Betrachtet man die Entwicklung der US-Werte, so konnten Aktien, die zuletzt unter Druck standen, wie AMD und Nevius, gestern eine Gegenbewegung starten. AMD legte gestern knapp 5% zu, Nevius sogar 7,25%. Diese Erholungen reichen jedoch nicht aus, um eine nachhaltige Stärke zu zeigen, da die Märkte immer wieder unter Druck geraten.
Die wichtigsten Indizes wie der EuroStoxx 50 (+19%), Stoxx Europe 600 (+18%), FTSE 100 (+22%) und SMI (+17,8%) zeigen weiterhin positive Trends seit dem Erzeugen ihrer großen Trendsignale. Auch der S&P 500 liegt noch mit 8,6% im Plus, und das Trendsignal des NASDAQ 100 ist intakt. Der NASDAQ 100 bewegt sich aktuell an der 200-Tage-Linie, und ein Bruch dieses Trends wäre kritisch, aber für den November unüblich. Historisch gesehen folgen auf Zwischenwahlen oft Erholungen der Indizes von durchschnittlich 16% in den nächsten sechs Monaten, was jedoch keine Garantie ist.
Die aktuellen Herausforderungen umfassen die Zwischenwahlen, Quartalszahlen, die Capex-Entwicklung, Energie- und Lebensmittelpreise sowie die Inflation. Diese Faktoren sind der Börse bekannt und sollten in den nächsten sechs Monaten ausgeglichen werden. Ein "Black Swan Event" wäre das einzige, was zu größeren Marktverwerfungen führen könnte, ist aber nicht vorhersehbar.
Der Ölpreis zeigt vorerst keine weiteren höheren Preise, da es Meldungen über mögliche Verhandlungen gibt. Zuvor gab es eine scharfe Korrektur von 110-112 US-Dollar auf 70 US-Dollar, gefolgt von einem erneuten Test der Bewegungshochs. Ein weiterer Anstieg des Ölpreises über 120 US-Dollar wäre fatal und würde die US-Verbraucher stark belasten, was sich wiederum bei den Stimmzetteln widerspiegeln würde.
AMD lieferte gestern nach Börsenschluss gute Zahlen, woraufhin die Aktie nachbörslich um knapp 6% zulegte. Obwohl AMD kein Schwergewicht ist, das den NASDAQ 100 stabilisieren kann, sind die Zahlen positiv. Auch Nevius zeigte eine zaghafte Erholung von 7,25%. Für Nevius wurden fast alle Mega-Trendziele erreicht, und kurzfristig könnte es aufgrund der überverkauften Situation zu einer deutlicheren Erholung kommen, mit einem Ziel von 271 US-Dollar, was einer Erholung von 78% vom aktuellen Kurs entspricht. Es wird empfohlen, nicht blind ins fallende Messer zu greifen, sondern auf Stabilisierung und eine Besserung der Nachrichtenlage zu warten.
Coinbase und diverse Kryptowerte zeigten gestern ebenfalls eine gewisse Stabilisierung und kräftige Aufschläge. Binance's Erklärung eines Milliardenangriffs und die Ankündigung einer unabhängigen Prüfung brachten Beruhigung in den Markt, was Bitcoin stabil hielt. Bitcoin notiert aktuell bei knapp 78.000 US-Dollar, und das Trendsignal ist intakt. Trotz der Volatilität bleibt die Position in Bitcoin bestehen, da kurzfristige, kräftige Bullruns jederzeit entstehen können. Coinbase selbst hat derzeit kein aktives Trendsignal, aber sobald Bitcoin anzieht, werden wahrscheinlich auch alle anderen Kryptowerte nach oben gezogen.
Das Marktsentiment bei Bitcoin ist stark überverkauft, was Geduld erfordert. Konsolidierungen und Korrekturen sind normale Phasen an den Börsen und führen dazu, dass Liquidität an der Seitenlinie genutzt wird, um Qualität zu günstigeren Preisen zu erwerben. Gerade in Phasen von Panik und Unsicherheit bieten sich gute Gelegenheiten für antizyklische Anleger.
Heute ab 8:50 Uhr geht es weiter mit Martin und Lis, die sich dem DAX, der Deutschen Bank, RWE, Circle Internet Group und Coinbase widmen werden. Die Zuschauer sind herzlich eingeladen, sich zuzuschalten.