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Die Sendung beginnt mit einer Vorstellung der Tradingplattform Bison, die Neukunden 20 Euro in Bitcoin anbietet. Anschließend wird die aktuelle Marktstimmung an der Wall Street diskutiert, die nach den gestrigen Gewinnen zunächst positiv erscheint, da die Kurse leicht steigen.
In Frankfurt berichtet Joana Kreber von den Auswirkungen der Zeitumstellung, die die Handelszeiten mit den USA angleicht. Sie erwähnt, dass die anfänglich gute Stimmung schnell wieder verfliegen kann. Der deutsche Leitindex zeigt sich leicht positiv mit einem Plus von 0,3%. Diese Woche werden wichtige Impulse aus den USA erwartet, insbesondere durch die anstehenden Unternehmenszahlen der Tech-Giganten.
Am darauffolgenden Tag wird in Frankfurt eine Auskopplung von Thyssenkrupp gefeiert, die an die Börse gebracht wird – TK Elevators. Joana Kreber wird sich mit dem CFO über die weiteren Pläne unterhalten.
Die Berichtssaison in Deutschland verläuft nicht so rosig wie erhofft, da es einige Prognosesenkungen gibt. Daneben stehen diese Woche drei Notenbanksitzungen an. Die morgige Zinssitzung der Federal Reserve wird als eher ereignislos erwartet, da keine weiteren Zinsschritte prognostiziert werden. Am Donnerstag folgt die EZB-Sitzung, bei der ebenfalls keine Zinsänderungen erwartet werden, jedoch die Rede von Christine Lagarde bezüglich der Inflationserwartungen spannend werden könnte. Am Freitag reiht sich die Bank of Japan ein, wobei hier das Augenmerk auf die Entwicklung des Yen und dessen Auswirkungen auf Anlagemöglichkeiten liegt.
Bei den Einzelwerten sind Siemens Energy, Infineon und Hochtief im DAX gefragt, da sie vom Thema Künstliche Intelligenz (KI) profitieren. Ein wichtiger Schritt in der KI-Branche ist der bevorstehende Börsengang (IPO) von Anthropic Mitte November, dessen Unterlagen bereits bei der SEC eingereicht wurden. Dies wird das erste reine KI-IPO sein, ohne weitere Geschäftsfelder.
Auf der Verliererseite stehen Mercedes-Benz, die ihren Ausblick aufgrund von Problemen im Chinageschäft senken, was auch andere Automobilhersteller belastet. Beiersdorf, bisher als „unkaputtbar“ geltend, verzeichnet Rückgänge bei Tesa und Nivea. Im MDAX hat Microtech, ein ehemaliger KI-Profiteur, seine Prognose gesenkt und plant die Reduzierung von Produktionsstätten. Auch der IT-Dienstleister Cancom im SDAX rechnet mit Kaufzurückhaltung und senkt seine Prognose. Bitcoin hat keinen großen Sprung nach oben gemacht.
Es wird erwähnt, dass in dieser Woche noch viele große Unternehmen ihre Quartalszahlen veröffentlichen werden, darunter Microsoft, Emerson und Alphabet. Dr. Moritz Krämer, Chefvolkswirt der LBBW, rechnet ebenfalls nicht mit einer Zinsanhebung der amerikanischen Notenbank in der Woche vor den Midterm-Wahlen, um politische Beeinflussung zu vermeiden. Es gab eine Verwechslung bezüglich der Veröffentlichungstermine von Meta und Alphabet. Meta und Tesla hatten bereits letzte Woche gute Gewinnzahlen gemeldet, jedoch schreckten die hohen KI-Investitionen einige Anleger ab.
Die Tech-Aktien waren zuletzt unter Druck, zeigen aber nun eine leichte Stabilisierung. Dies hängt auch davon ab, dass die Anleiherenditen nicht weiter steigen. Steigende Zinsen könnten den Sektor erneut belasten, da viele Unternehmen auf Fremdkapital angewiesen sind. Die Top 10 des S&P 500 machen 40% des Index aus, was die Bedeutung der Bewegungen von Hyperscalern und Chipherstellern unterstreicht.
Verizon meldete Geschäftszahlen, die beim Umsatz unter den Erwartungen lagen (34,3 Milliarden Dollar statt 34,77 Milliarden Dollar), aber beim Gewinn überzeugten (131 Cent pro Aktie statt 127 Cent). Die Gesamtjahresprognose für 2026 wurde angehoben. Der Vorstandschef von Verizon, Dan Schulman, äußerte sich zu den Plänen von SpaceX, einen eigenen Mobilfunkmarkt aufzubauen. Er schätzt die Dauer auf acht Jahre und die Kosten auf 500 Milliarden Dollar. Trotz der enormen Kosten wird erwartet, dass Elon Musk Kapitalgeber finden wird, da er den Ruf hat, Projekte voranzutreiben. Dies setzt Wettbewerber wie Verizon, T-Mobile US und AT&T unter Druck. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass eine schnelle Neukundengewinnung unwahrscheinlich ist und sich der Prozess über Jahre ziehen wird, wobei SpaceX zunächst ländliche Gebiete ansprechen könnte, da es in Städten noch Kooperationspartner für die Abdeckung in Gebäuden benötigt.
Meta plant, 95 Milliarden Dollar an Kapital für KI-Investitionen zu beschaffen und hat bereits Partner wie Nvidia und AMD gefunden, die jeweils 5 Milliarden Dollar beisteuern. Die Aktie von Meta befindet sich momentan im Niemandsland und arbeitet an der 200-Tage-Linie.
DoorDash plant die Übernahme von Instacart, um das Unternehmen auf ein höheres Level zu heben. Instacart verzeichnete in den letzten zwei Tagen ein Plus von 10%. Die Skepsis der Anleger gegenüber DoorDash ist jedoch groß, da Übernahmen nicht immer von Erfolg gekrönt sind, wie das Beispiel AOL zeigt. Die Aktie von DoorDash ist um 6% gefallen.
Robinhood wird heute nach Handelsschluss seine Quartalszahlen veröffentlichen. Es wird erwartet, dass die Geschäfte operativ gut liefen, auch wenn Bitcoin zuletzt nicht so stark performte.
Microsoft, einer der wenigen Konzerne, der sich gut gehalten hat, wird ebenfalls Quartalszahlen melden. Die Kursentwicklung seit Juli wird als sensationell beschrieben. Coca-Cola hat bereits Zahlen gemeldet, die Umsatz und Ergebnis übertrafen. Besonders positiv ist der angehobene Ausblick für 2026, mit einem erwarteten Gewinnwachstum von mindestens 11%.
Die Sendung endet mit dem Hinweis, dass der Moderator eine kleine Auszeit nimmt und in der kommenden Woche wieder für die Zuschauer da sein wird.