
BITCOIN und ALTCOINS: Der große Aufwärtstrend ist überall intakt
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Oliver Michel von Tokentus analysiert die aktuelle Lage der Kryptomärkte und die globalen Wirtschaftsindikatoren. Er beginnt mit einer Einschätzung der stabilsten Coins in der Kryptoszene und hebt dabei BNB, den Coin von Binance, hervor. BNB habe sich von 16 US-Dollar auf ein neues Allzeithoch im Jahr 2021 entwickelt und konnte dieses kürzlich sogar übertreffen. Nach einem Rücksetzer testet er nun das alte Allzeithoch als Unterstützung. Michel sieht Binance als starken Rückhalt für BNB, was ihn zu einem der sichersten Coins macht.
Die Wochen mit roten Vorzeichen bei Bitcoin und Altcoins zehren an den Nerven der Anleger, zumal Bitcoin immer wieder kurzzeitig unter die 80.000 US-Dollar Marke fällt. Michel betont jedoch, dass diese ruhigeren Phasen oft vor einem Ausbruch stehen. Er ist der Überzeugung, dass die Aufwärtstrends sowohl im Aktien- als auch im Kryptomarkt absolut intakt sind. Positive Nachrichten könnten den Aufwärtstrend direkt fortsetzen, während negative Nachrichten eine Korrektur auslösen könnten, bevor der Trend später fortgesetzt wird. Der Aufwärtstrend sei jedoch früher oder später sicher.
Ein Blick auf die Rahmenbedingungen zeigt, dass die Renditen der US-Staatsanleihen und die Dollarstärke eine große Rolle spielen. Die Zinsen für zehn- und dreißigjährige US-Staatsanleihen sind in der letzten Woche deutlich gefallen, was Michel als Signal für eine schwächelnde Wirtschaft interpretiert. Eine schwächelnde Wirtschaft führe zu einer Flucht in sichere Häfen wie festverzinsliche Darlehen, wodurch die Nachfrage steigt und die Rendite sinkt.
Der Dollar, gemessen am DXY, zeigte zuletzt Stärke. Michel erklärt, dass dies nicht primär auf eine Stärkung der US-Wirtschaft zurückzuführen sei, sondern vielmehr auf die Schwäche des Euro aufgrund politischer Unruhen und die erwartete Aktivität der Bank of Japan. Er hofft, dass die aktuelle Aufwärtsbewegung des Dollars nur eine Gegenbewegung ist und der Abwärtstrend sich fortsetzt.
Am kommenden Mittwoch steht die Sitzung der Federal Reserve an. Obwohl diese in letzter Zeit oft als "Nonevent" wahrgenommen wurde, erwartet der Markt mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit, dass der Zinssatz unverändert bleibt. Eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte wird erst im Dezember erwartet. Die Pressekonferenz wird voraussichtlich kurz und wortkarg sein, ohne große Ausblicke.
Am Donnerstag folgen wichtige Wirtschaftsdaten: das Bruttoinlandsprodukt (GDP) und die PCE-Daten. Für das dritte Quartal wird ein starkes GDP-Wachstum von 3,5% erwartet, was Michel angesichts der bevorstehenden Midterms für politisch motiviert hält und eine spätere Revision für möglich hält. Die PCE-Daten, die die Inflation messen, werden voraussichtlich leicht ansteigen. Michel erwartet, dass diese Daten, je nach Ergebnis, zu erheblichen Bewegungen an den Kryptomärkten sowie bei Nasdaq und S&P führen könnten. Er betont, dass Fed-Chef Kevin Wash einen besonderen Fokus auf die PCE-Daten legen wird.
Die Quartalsberichtssaison in den USA ist ebenfalls in vollem Gange. Tech-Unternehmen, insbesondere aus dem Halbleiter- und KI-Bereich, stehen im Fokus. Obwohl Unternehmen wie Meta und Tesla hervorragende Geschäftszahlen präsentierten, reagierten die Märkte verhalten, da die hohen Investitionsvorhaben in KI Bedenken hinsichtlich der Rentabilität aufwerfen. Michel ist gespannt auf die Zahlen von Microsoft, Alphabet, Amazon und Intel, die diese Woche veröffentlicht werden. Er weist auf Elon Musks Warnung hin, dass viele KI-Unternehmen ohne ausreichende Einnahmen Schwierigkeiten haben werden, Kredite zu erhalten, was zu einer Konsolidierung des Marktes führen könnte – eine Art darwinistisches Modell der "Selection of the Fittest".
Ein weiteres großes Thema ist die Sitzung der Bank of Japan am Freitag. Es besteht die Möglichkeit einer Zinserhöhung oder zumindest "hawkish"er Aussagen, die den Yen stärken könnten. Dies hätte weitreichende Folgen für den globalen Kapitalmarkt, insbesondere durch den "Carry Trade". Eine Stärkung des Yen würde dazu führen, dass Kapital weltweit abgezogen wird, um teure Yen-Darlehen zu bedienen. Anleger könnten Kryptos und Aktien verkaufen, die sie zuvor mit günstigem Yen gekauft hatten, um Liquidität zu schaffen. Eine Überraschung seitens der Bank of Japan könnte somit erhebliche Wellen an den Krypto- und Aktienmärkten auslösen.
Michel geht auch auf die geopolitischen Faktoren ein, die weiterhin Risiken bergen. Die Ölpreise sind hoch, und die Konflikte im Nahen Osten, einschließlich der Angriffe der Huti-Miliz und der Wahlen in Israel, tragen zur Unsicherheit bei.
Die Nasdaq hat zuletzt korrigiert, nachdem sie zuvor eine starke Rallye erlebt hatte. Michel relativiert diese Korrektur, indem er auf den langfristigen Aufwärtstrend der Nasdaq seit dem Jahr 2001 hinweist. Er sieht die aktuelle Bewegung als möglichen Backtest eines wichtigen Unterstützungsbereichs. Die Veröffentlichung der Quartalszahlen großer Tech-Unternehmen wird entscheidend sein, ob die Nasdaq weiter nach unten korrigiert oder den Aufwärtstrend fortsetzt. Michel ist der Ansicht, dass sich die Nasdaq auf dem finalen Weg zu 35.000 bis 40.000 Punkten befindet.
Ein bevorstehendes Mega-Ereignis im November ist der IPO von Anthropic, einem reinen KI-Unternehmen. Mit einer geplanten Bewertung von 1,5 Billionen Dollar und einem Kapitalbedarf von 100 Milliarden Dollar wäre dies der größte IPO aller Zeiten. Michel sieht diesen Börsengang als Gradmesser für die Bewertung von reinen KI-Unternehmen. Ein erfolgreicher IPO könnte die Euphorie im KI-Sektor weiter anheizen, während ein Misserfolg weitreichende negative Folgen für den gesamten Markt haben könnte. Er vergleicht den IPO mit der "Schaumkrone auf der Spitze" eines Hochpunktes, ähnlich wie der FTX-Kollaps den Boden einer Abwärtsbewegung markierte.
Der Dow Jones, so Michel, prescht in der Regel voran, und andere US-Indizes folgen. Nach einer Phase, in der der Dow Jones hinter der Nasdaq zurückblieb, hat sich das Blatt nun gewendet. Der Dow Jones marschiert kontinuierlich nach oben und hat sein letztes Allzeithoch überschritten, was auf eine abgeschlossene Korrektur und eine Fortsetzung des Aufwärtstrends hindeutet. Michel betont, dass alle US-Indizes (Nasdaq, Dow, S&P, Russell) intakte Aufwärtstrends aufweisen. Er geht davon aus, dass das Ende dieser Aufwärtstrends nur noch wenige Monate entfernt ist, bevor der Staffelstab an die Kryptomärkte übergeben werden könnte.
Im Hinblick auf Bitcoin zeigt die 2-Stunden-Darstellung eine hohe Volatilität, insbesondere nach negativen Nachrichten. Der Bitcoin hat mehrfach den Unterstützungsbereich um 80.000 US-Dollar getestet. Michel sieht hier eine "Feder, die sich spannt", und erwartet einen baldigen Ausbruch nach oben oder unten, angetrieben durch die anstehenden Wirtschaftsdaten. Er hält es für möglich, dass Bitcoin bei anhaltender Unterstützung auf 90.000-97.000 US-Dollar steigt. Obwohl er es nicht für wahrscheinlich hält, schließt er einen Rückgang auf 76.000 oder sogar 70.000-72.000 US-Dollar nicht aus. Trotz der drei roten Wochen in Folge betont Michel, dass der langfristige Aufwärtstrend des Bitcoin seit seinem Tief im Juli absolut intakt ist, was durch Indikatoren wie RSI und MACD bestätigt wird.
Bei den Altcoins sieht die Situation bei Ethereum kritischer aus. Die jüngste Unterstützung bei 2420 US-Dollar ist deutlich unterschritten worden. Michel hofft, dass dies nur eine "Täuschungsphase" ist, bevor Ethereum wieder nach oben geht. Andernfalls gäbe es auf dem Weg nach unten kaum Halt bis in den Bereich von 2000 US-Dollar. Im Gegensatz dazu zeigt sich XRP stabiler und hält sich über seiner Unterstützung von 1,29 US-Dollar. Dies stimmt Michel optimistisch, dass der Rücksetzer bei Ethereum ebenfalls nur temporär ist.
Die Spot-ETFs zeigen ein gemischtes Bild. Bitcoin verzeichnete Zuflüsse, während Ethereum und Solana Abflüsse hatten. XRP hingegen hatte nach einer roten Woche wieder eine grüne Inflow-Woche, was Michel als Zeichen der Stärke wertet. Er verweist auf On-Chain-Daten, die eine massive Akkumulation von XRP durch große Wale zeigen, was oft als Indikator für bevorstehende Aufwärtsbewegungen dient.
Eine weitere positive Nachricht für XRP ist die offizielle Genehmigung einer Banklizenz für Ripple durch die OCC (Office of the Comptroller of the Currency). Ripple ist damit faktisch eine eingeschränkte Bank, die ihren Stablecoin RL USD verwalten und Kryptoverwahrung anbieten kann. Dies verleiht Ripple ein hohes Ansehen im US-Finanzsystem und wird langfristig die Zukunft des XRP Ledgers, des Stablecoins und des XRP Coins sichern.
Michel stellt zwei weitere Coins vor, die er auf seiner Watchlist hat: Binance (BNB) und Tron (TRX). Diese Coins zeichnen sich durch eine "proaktive Pflege" ihrer Institutionen aus. Tron zeigt eine bemerkenswerte Kontinuität nach oben, selbst wenn der Gesamtmarkt fällt. Binance, unterstützt von der Plattform selbst, hat sein altes Allzeithoch aus dem Jahr 2021 überschritten und testet es derzeit als Unterstützung. Michel hält beide Coins für die risikolosesten in der Kryptoszene und empfiehlt sie Anlegern, die im Kryptomarkt dabei sein möchten, aber ein geringes Risiko bevorzugen.
Er ist der Meinung, dass die aktuellen Preise für Bitcoin (um 80.000 US-Dollar) und die genannten Altcoins immer noch Einstiegspreise sind. Der Zug im Kryptomarkt sei nicht abgefahren, und es gäbe weiterhin gute Performance-Potenziale. Bei der persönlichen Wahl zwischen Bitcoin, Tron und BNB würde er sich klar für BNB entscheiden.
Abschließend betont Michel, dass kurzfristig alles passieren kann und sich Anleger nicht von kurzfristigen Schwankungen verrückt machen lassen sollten. Für Investoren, die einen großen Trend mitnehmen wollen, sei der entscheidende Check, ob der langfristige Aufwärtstrend noch intakt ist. Er bestätigt, dass die Trends sowohl bei den beobachteten US-Aktien als auch bei den Kryptos weiterhin positiv intakt sind. Dies sollte die Nerven beruhigen und den Fokus auf die langfristigen Investitionsziele legen.