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Einen wunderschönen guten Tag, liebe Zuschauer! Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge vom US Handelsstart, live aus Frankfurt. Heute sprechen wir mit unseren Marktexperten Louis und Paul über die aktuellen Marktgeschehnisse und ihre Einschätzungen.
Paul beginnt mit einer Einschätzung des S&P 500. Er beschreibt die Märkte als "relativ verhalten" und sieht im Tageschart wenig Bewegung seit Anfang Juni. Die Rendite seitdem sei mit 1,3% gering. Paul hofft auf eine Jahresendrally und einen Ausbruch aus der aktuellen Seitwärtsphase, da die Monate Oktober, November und Dezember tendenziell stark seien. Er erwähnt einen "kleinen Shakeout" und hofft auf eine Erholung.
Auch im Nasdaq sei das Bild ähnlich. Im Wochenchart zeigt sich seit Mai eine deutliche Seitwärtsbewegung. Die letzte Woche war geprägt von einer großen roten Kerze aufgrund der Inflationsdaten. Auf Tagesebene sieht Paul einen entscheidenden Widerstandsbereich bei 29.800 Punkten. Fällt dieser, sieht er keine weiteren Bremsen für einen Anstieg Richtung 30.800 oder sogar Allzeithochs, was die Jahresendrally einleiten könnte. Der Fear & Greed Index habe sich von 18 auf 31 Punkte erholt, was eine leichte Beruhigung signalisiert. Paul hofft auf eine Annäherung an den "Greed"-Bereich bis Jahresende.
Bezüglich der Zinspolitik erwartet Paul, dass die Zinsen für die nächste Sitzung nächste Woche Mittwoch stabil bleiben. Eine Zinserhöhung werde eher im Dezember erwartet, mit einer Wahrscheinlichkeit von 73,9%. Er erwähnt auch, dass Fortschritte im Nahen Osten den Ölpreis beeinflussen und potenziell zu einer positiven Marktentwicklung beitragen könnten.
Louis stimmt Paul zu und erwartet für den heutigen Handelstag keine großen Bewegungen. Er beschreibt den S&P 500 als "langweilige Seitwärtsbewegung" und "Zurückhaltung" der Marktteilnehmer. Wichtig seien die von Paul genannten Kurszonen und Widerstände. Er erwartet keine neuen Höchststände in den nächsten Tagen, sieht aber auch keine großen Abschläge. Die Seitwärtsphase werde voraussichtlich noch etwas anhalten.
Louis teilt Pauls Optimismus bezüglich der Endjahresrally. Er sieht die Chance, die Höchststände beim S&P 500 (7850 Punkte) in den nächsten Wochen und Monaten zu erreichen. Ein Anstieg von 1,5% könne schnell gehen, eventuell sogar noch diese Woche, falls positive Nachrichten kommen und der Ölpreis weiter fällt. Auch die Renditen und die laufende Earnings Season seien wichtige Faktoren. Namen wie Netflix, SpaceX (mit starken Zahlen), Meta, Tesla, IBM und SAP werden als wichtige Berichterstatter genannt.
Wirtschaftsdaten sind diese Woche ruhig, aber nächste Woche wird es spannend mit der Zinsentscheidung der Fed am Mittwoch und der PCE-Kernrate sowie dem Bruttoinlandsprodukt am Donnerstag.
Beim Nasdaq sieht Louis ebenfalls eine lange Konsolidierungsphase seit Mai. Er hält die Unterstützung bei 28.600 Punkten für wichtig und schließt weitere leichte Abgaben nicht aus, sieht dies aber im Rahmen der Konsolidierung. Sein Ziel für Jahresende sei der Bereich von 31.000 Punkten. Insgesamt ist Louis zuversichtlich gestimmt.
Zur Zinsentscheidung: Paul orientiert sich am FedWatchTool und sieht durch den sinkenden Ölpreis eine geringere Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Dezember. Ein nachhaltiges Unterschreiten der 100 US-Dollar-Marke beim Ölpreis könnte die Inflation dämpfen und weitere Zinserhöhungen unnötig machen. Dies könnte auch Risiko-Assets wie Bitcoin beflügeln. Er hofft auf eine Beendigung des Krieges und eine Stabilisierung der Inflation.
Louis ist in Gold positioniert und beobachtet die starken Reaktionen auf Ölpreis, Renditen, Zinsen und Inflation. Er sieht die Zehnjahresrenditen als Sorgenkind, auch wenn sie kurzfristig fallen. Ein Anstieg über 5,3% (lokales Hoch) oder gar 5,5% sei denkbar, 6% sehe er momentan nicht, schließe es aber nicht aus. Er verweist auf eine Analyse, die zeigt, dass steigende Renditen ab 6% negativ für den Aktienmarkt werden. Aktuell sei der leichte Rückgang der Renditen positiv.
Für Gold sieht Louis eine Unterstützung bei 4000 US-Dollar, von der er einen kurzfristigen Nachfrage-Effekt erwartet. Seine Kursziele liegen zwischen 4350 und 4600 US-Dollar. Er hat eine Position mit einem Discount-Optionsschein (WKN MM5VJ4) bis Dezember 2026 mit einem Basispreis von 4100 US-Dollar und einem Cap bei 4600 US-Dollar. Bei Erreichen des Caps könnte eine Rendite von 245% erzielt werden. Wichtig sei auch, dass der Schein über dem Basispreis liegt.
Louis ist auch in Silber investiert und sieht dort ähnliche Dynamiken wie bei Gold. Silber sei volatiler. Sein Kursziel liegt bei 66 US-Dollar pro Unze. Er ist mit einem Knockout-Zertifikat (VK 082S) positioniert, aktuell mit einem Verlust von 40%. Er hofft auf den saisonalen Effekt im letzten Quartal, der historisch gut für Edelmetalle sei. Die Unterstützung sieht er bei 55 US-Dollar.
Der US-Dollar-Index sei ebenfalls ein wichtiger Faktor für Edelmetalle. Ein fallender Index könnte den Silberpreis stabilisieren.
Paul spricht über Netflix. Trotz überraschend guter Umsätze und Gewinne je Aktie im Q3, enttäuschte der Ausblick für Q4. Die Aktie reagierte negativ. Paul hofft auf einen Schlusskurs über 65 US-Dollar, dem Tief vom Juli, was als wichtige Unterstützung gilt. Er begründet die schwache Kursreaktion auch mit technischen Problemen im Werbegeschäft. Er ist weiterhin von Netflix überzeugt, aber kurzfristig unentschlossen. Seine Position ist mit -54% im Minus.
Louis spricht über SpaceX, das starke Zahlen geliefert hat und positiv performt. Bei Broadcom sieht Louis eine Chance im Bereich von 335 US-Dollar, einer wichtigen Unterstützung. Sein Ziel liegt bei 380 US-Dollar, was einem Anstieg von 15% entspricht. Er hat eine Position mit einem Hebel von 2,11 eröffnet. Fundamentale Daten zeigen eine starke Nachfrage nach AI-Chips. Analysten sehen Kursziele bei 529 US-Dollar.
ServiceNow: Paul ist seit Monaten investiert und sieht seine Zielzone bei 158-160 US-Dollar. Er ist von dem aktuellen Momentum überzeugt und erwartet einen Schub von fünf bis sechs Prozent. Seine Position ist mit 143,7% im Plus. Er schließt eine Rückkehr zu 140 US-Dollar nicht aus, sieht aber weiterhin Potenzial für das Unternehmen. Louis sieht Software als unterschätzten Sektor und hat selbst in ServiceNow getradet, aber früher verkauft. Er erwähnt auch SAP als potenziell spannenden Kandidaten.
Bitcoin: Paul sieht Parallelen zu früheren Marktphasen, in denen vor einem großen Schub Schwäche auftrat. Er erwartet einen Ausbruch über 84.100 US-Dollar und ein Anlaufen von 87.200 US-Dollar, potenziell bis 91.700 US-Dollar. Positive Nachrichten bezüglich Friedensgesprächen könnten den Kurs weiter beflügeln. Louis ist ebenfalls bullish für Bitcoin und erwartet ein Erreichen von 90.000 US-Dollar. Er wartet auf eine Korrektur bis zum Durchschnittspreis der Short-Term-Holder bei 74.600 US-Dollar, um eine Long-Position einzugehen.
Ethereum: Louis sieht 2.300 US-Dollar als Schlüsselzone und wichtige Unterstützung. Er erwartet, dass sich der Kryptomarkt weiterhin stark an Bitcoin orientiert.
Strategy: Paul ist mit einer Position im Plus und sieht eine Bindung an den Bitcoin-Kurs. Er erwartet ein Anlaufen von 200 US-Dollar, potenziell sogar 540 US-Dollar in einem Bullenzyklus. Seine Position ist mit 12,5% im Plus.