
Söllner: 1.000-%-Chance IonQ, Rocket Lab, Okla?! SpaceX-Attacke auf Nebius; Nvidia, Tesla, Palantir
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Die Party im KI-Sektor ist in vollem Gange, doch es zeigen sich erste Risse. Während das Umsatzwachstum zuletzt nachgelassen hat und Unternehmen wie Anthropic hohe Nettoverluste verzeichnen, bleiben die operativen Aussichten vielversprechend. Eine kritische Bewertung der aktuellen Lage ist angebracht, um zu entscheiden, ob man in diesem Sektor bleiben oder sich anderen Gelegenheiten zuwenden sollte. Insbesondere die Finanzierungssituation einiger Player und die wachsende Konkurrenz aus China werfen Fragen auf.
Elon Musk hat kürzlich auf die angespannte Lage auf den Kreditmärkten hingewiesen, die einigen KI-Unternehmen den Zugang zu Kapital erschwert. Dies betrifft vor allem Rechenzentrumsbetreiber und GPU-Verleiher. Während gut aufgestellte Unternehmen wie SpaceX ihre Finanzierung gesichert haben, könnten andere scheitern. In Boomphasen, wie sie der KI-Sektor derzeit erlebt, gibt es immer große Gewinner, aber auch viele Start-ups, die den Anforderungen nicht gerecht werden. Neo-Cloud-Anbieter wie Nebius oder CoreWeave könnten hier in Schwierigkeiten geraten, da ihnen trotz Wachstumsaussichten die hohen Gewinnmargen fehlen. Nebius wird beispielsweise mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 10 gehandelt, bei einer prognostizierten Umsatzverfünffachung im nächsten Jahr. SpaceX hat ein hohes KGV von 800, das aber im nächsten Jahr auf 40 sinken soll.
Ein möglicher Engpass bei GPUs könnte sich aufgrund fehlender Infrastruktur wie Strom oder Finanzierung abschwächen. Gleichzeitig gewinnen Endnutzer wie Anthropic nicht mehr so schnell neue Kunden. Trotzdem bleibt das Spending im KI-Bereich intakt, mit einem angenommenen Wachstum von 20-30% bis 2030. Angesichts der starken Rallys der letzten Zeit empfiehlt es sich, das Portfolio zu diversifizieren.
Drei Aktien aus dem Depot 2030, deren Charts intakt sind, sind GFT, Palantir und UiPath. GFT, ein deutscher KI-Anwender im Bankenbereich, hat ein KGV von 14 und wird als Beimischung empfohlen. Palantir, ebenfalls ein KI-Anwender, profitiert von günstiger werdenden KI-Modellen. UiPath, ein Spezialist für KI, hat ein KGV von 14 und birgt aus dieser Sicht weniger Risiko als andere Titel.
Ein Podcast von Lex Fridman mit David Hansen, einer Legende im Programmieren, beleuchtet die rasante Entwicklung der KI. Hansen nutzt bereits mehrere KI-Agenten zum Programmieren und konnte dadurch ein ganzes Team von Menschen einsparen. Er sieht die KI als eine Art Zauberei, vergleichbar mit dem Traum vom Fliegen, der plötzlich Realität wurde. Diese Entwicklung birgt jedoch auch Risiken. KI-Agenten können Schwachstellen in IT-Systemen rasend schnell entdecken und kombinieren, was die Notwendigkeit von KI-Schutzmaßnahmen unterstreicht. Ein Manager von Anthropic rief sogar zu einem "Code Red" auf und forderte Sicherheitsunternehmen auf, sofort zu reagieren. Die Marktprognosen für Cybersicherheit von 6-14% erscheinen angesichts dieser Entwicklungen sehr niedrig. KI-Schutzaktien wie Okta, SentinelOne oder CrowdStrike bleiben daher eine große Chance.
Die Konkurrenz im Bereich der KI-Modelle nimmt ebenfalls zu. Neue Modelle aus China, wie Kimy, sind in Bezug auf Kosten und Leistung bereits sehr nah an den großen US-Modellen dran. Auch aus den USA kommen neue Sprachmodelle, die immer realistischer klingen und kaum noch von menschlicher Sprache zu unterscheiden sind.
Das Depot 2030, die Benchmark, hat sich zuletzt etwas zurückgezogen, hält aber eine Cash-Quote von rund einem Drittel. Langfristig stabile Werte wie Alibaba werden beibehalten, auch wenn sie derzeit unter Druck stehen. Die Immobilienkrise in China und die allgemeine Marktlage haben Alibaba belastet, aber ein Turnaround wird erwartet. Tesla bleibt vorerst eine Aktie mit hohem KGV von über 100, während Xiaomi als Wette auf sinkende Speicherchip-Preise, Smartphone-Innovationen und humanoide Roboter gesehen wird. Die jüngste Show von Tesla, bei der ein Cybertruck über einen Graben sprang, war zwar ein Marketing-Erfolg, aber die operative Relevanz bleibt fraglich. Der Vergleich von Teslas Marktkapitalisierung von 1400 Milliarden mit BMW oder Porsche (jeweils 40 Milliarden) verdeutlicht die enorme Bewertung.
Die Diskussion um die wirtschaftliche Dynamik in Europa zeigt, dass Länder wie Polen und Tschechien in den letzten Jahren eine deutlich höhere Wertschöpfung erzielt haben als Deutschland oder Frankreich. Die Rolle von KI in der deutschen Verwaltung wird kritisch hinterfragt, da Deutschland hier im internationalen Vergleich hinterherhinkt. Die EU-Regulierung der KI ist die dichteste weltweit, was eine Entwicklung eigener KI-Industrie erschwert.
Im Bereich Rüstung und Verteidigung sind Rheinmetall und Palantir relevant. Rheinmetall, eine Top-Aktie des TFA-Depots, hat einen gigantischen Aufsprung hinter sich, doch die Luft scheint etwas raus zu sein. Die Hoffnung auf einen Waffenstillstand könnte die Rüstungsausgaben dämpfen. Im Space-Bereich wurde eine Kaufposition im Depot 30 aufgebaut, die von europäischen Alternativen zu Starlink profitieren könnte, nachdem Elon Musk die Nutzung von Starlink für offensive Attacken eingeschränkt hat.
Ein KI-Modell namens Grok hat drei Aktien genannt, die um 1000% steigen könnten: IONQ, Oklo und Rocket Lab. Rocket Lab, ein Unternehmen im Bereich Raumfahrt, ist technisch angeschlagen und hoch bewertet. Oklo, ein Entwickler von Mini-Kernkraftwerken, hat derzeit kaum Umsatz, aber ein Market Cap von 4 Milliarden. Analysten sehen hier zwar Potenzial, aber keine 1000%-Rally. Eine Stabilisierung des Geschäftsmodells und der Charts wird abgewartet. Auch bei IONQ, einem Unternehmen im Bereich Quantencomputing, ist Vorsicht geboten. Die Technologie ist noch nicht ausgereift, und die Finanzierungskosten sind gestiegen. Analysten sehen hier eher eine Verdreifachung des Kurses, aber keine 1000%.
Als Alternative zu diesen Highflyern werden Value-Aktien empfohlen. SGL Carbon, ein indirekter Profiteur im Bereich Mini-Kernkraftwerke und Verteidigung, hat sich gut entwickelt. Viscom, ein deutscher Spezialist für Inspektionssysteme in der Automobil- und Halbleiterbranche, ist eine TFA-Depotaktie mit intaktem Chart und einem KGV von 15. Blackberry, mit stabilen Charts und potenziellen Neuaufträgen im Milliardenbereich, bietet sichere Systeme für die Automobilbranche und zukünftig auch für Roboter an. Octave Intelligence, ein Unternehmen für den Bau von Großprojekten mittels KI-Zwillingen, bietet wiederkehrende Umsätze und wird als Value-Aktie eingestuft.
Das Depot 2030 ist derzeit zu je einem Drittel in Tech, Value und Cash aufgeteilt, um auf die volatile Marktphase vorbereitet zu sein. Trotz der Herausforderungen bleibt das operative Wachstum im KI-Sektor extrem hoch, und der Fokus auf KI-Schutz bleibt bestehen.