
Opening Bell: Nasdaq 100, S&P 500, Verizon, Meta, Nvidia, Micron Technology, SanDisk, IREN, SpaceX
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Die Opening Bell zeigt einen freundlichen Handelsstart an der Wall Street und in Frankfurt, wobei der DAX auf Tageshoch notiert. Dies ist Teil einer Erholungsbewegung nach stärkeren Gewinnmitnahmen in der Vorwoche, insbesondere bei US-Technologieaktien. Sinkende Ölpreise und die Hoffnung auf eine Erholung im Sektor zum Ende des Oktobers und Anfang November stützen die Kurse.
Besonders hervorzuheben ist die laufende Berichtssaison, die mit prominenten Unternehmen wie Microsoft, Alphabet, Intel und Amazon besetzt ist. Auch klassische Werte wie Visa, Coca-Cola und UPS legen ihre Quartalszahlen vor. Überwiegend lief die Q3-Berichtssaison bisher gut, auch wenn es vereinzelt Schwierigkeiten gab.
Im Technologiesektor zeichnet sich eine leichte Erholung ab. Bemerkenswert ist die Ankündigung von Trophic, trotz des unsicheren Marktumfelds an die Börse gehen zu wollen. Viele andere Unternehmen hatten ihre Börsenpläne aufgrund ungünstiger Marktbedingungen und mangelnder Preisvorstellungen verschoben. Trophics Entschlossenheit wird als mutig angesehen und wirkt sich positiv auf den Gesamtmarkt aus, insbesondere auf Chipaktien wie Micron und Sandisk, die etwas frischen Wind erhalten.
Der S&P 500 notiert trotz Belastungsfaktoren wie dem Nahostkonflikt und den damit verbundenen hohen Ölpreisen auf Rekordniveau.
Verizons Quartalszahlen stehen noch aus. Interessant bleibt die Expansion von SpaceX in den Mobilfunkmarkt, wo das Unternehmen als vierter Anbieter Konkurrenten unter Druck setzen will, eine Strategie, die Elon Musk gerne verfolgt.
Meta plant eine Kapitalerhöhung von über 90 Milliarden Dollar zur Finanzierung von KI-Investitionen. Die Aktie reagierte positiv, obwohl die Ausgabe neuer Aktien den Anteil von Altaktionären verwässert. Positiv wird gewertet, dass Nvidia, Broadcom und AMD Interesse signalisiert haben, bis zu 5 Milliarden Dollar dieses Angebots selbst zu zeichnen. Dies deutet darauf hin, dass trotz Skepsis die Anleger von der Tragfähigkeit der Pläne überzeugt sind. Meta benötigt das Geld dringend, da die jüngsten Investitionspläne den Aktienkurs belastet hatten, obwohl die Zahlen und das Wachstum weiterhin stark sind.
Nvidia verzeichnete zunächst ein Plus von rund 1,5 Prozent, was als Annäherung an eine Stabilisierung gewertet wird, nachdem die Aktie von über 240 Dollar auf rund 210 Dollar gefallen war. Micron und Sandisk zeigen ebenfalls zweiprozentige Gewinne, nachdem auch sie zuletzt unter Druck standen.
Bei Sandisk und Micron wird auf den Wettbewerbsdruck aus China hingewiesen, wo ein Unternehmen modernere Chips ankündigte. Es wird jedoch betont, dass die Produktion erst erfolgen muss und nicht jeder Kunde in China bestellen wird. Dies könnte zu einer "Zweiklassengesellschaft" führen, bei der westliche oder andere Kunden bevorzugt werden. Die Ankündigungen aus China dürften zwar zusätzliches Geschäft generieren, aber die Kursverluste nicht vollständig rechtfertigen. Vielmehr werden die Kursrückgänge als Reaktion auf übertriebene Kursgewinne und Nervosität der Anleger interpretiert.
Elon Musk äußert sich erneut aggressiv zum Mobilfunkmarkt und prognostiziert ein "großes Sterben" bei kleineren Anbietern. Da SpaceX selbst ein Konkurrent ist, wird seine Agenda hinterfragt. Solche Aussagen könnten rechtliche Konsequenzen haben, wie ein Fall in Deutschland zeigt, wo ähnliche Äußerungen zur Verkaufsforderung eines Unternehmens führten. Iron verliert vorbörslich, und auch Nebios und Corvief sind schwach. Diese Äußerungen könnten Investoren und Geldgeber verunsichern.
SpaceX wird trotz zuletzt durchwachsener Kursentwicklung als spannendes Unternehmen mit einem umtriebigen Gründer beschrieben. Die Cashcow Starlink und der Vorstoß in den Mobilfunk könnten, falls erfolgreich, ein "riesen Ding" darstellen und als "Goldesel" für die Finanzierung anderer Projekte dienen. Ähnliche Strategien verfolgt T-Mobile. Die Nachrichten rund um SpaceX haben auch die Kurse der Deutschen Telekom belastet.
Die Sendung schließt mit einem Ausblick auf die Berichterstattung und der Ankündigung der nächsten "Marken am Morgen" Sendung.