
TK Accelis startet an der Börse: Was steckt im Spin-off?
Audio Summary
AI Summary
TK Excellis, der Werkstoffhändler von Thyssenkrupp, ist heute erfolgreich an die Börse gegangen. Thyssenkrupp behält 51% der Anteile, die restlichen werden den Aktionären ohne Zahlung ins Depot gelegt. Daniel Vodera, der CFO des Unternehmens, äußerte sich erfreut über den gelungenen Spinoff und die positive Aufbruchstimmung.
TK Excellis verfolgt eine klare Strategie zur Steigerung der Margen in allen drei Geschäftsbereichen. Der Spinoff ist der Beginn dieser Strategie, nicht das Ende der Vorbereitung. Das Unternehmen hat eine eigene Finanzierung gesichert und ein Geschäftsmodell, das in allen Geschäftslagen einen positiven Cashflow erwirtschaften kann. Die erwirtschafteten Mittel sollen in das Geschäft investiert werden, da es aktuell viele Wachstumsmöglichkeiten gibt.
Im Materials-Geschäft, einem klassischen Distributionsgeschäft, soll das Margenprofil durch höhere Wertschöpfung und das Angebot von Manufacturing-Leistungen erhöht werden. Im Processing-Geschäft, den Service-Center-Aktivitäten, wird stark in Nordamerika investiert. Das Solutions-Geschäft, in dem TK Excellis bereits Systemanbieter für Supply-Chain-Lösungen ist, steht besonders im Fokus und soll weiter ausgebaut werden.
Mittelfristig strebt TK Excellis ein Wachstum von 4% an. In den ersten neun Monaten des letzten Geschäftsjahres konnte das Unternehmen bereits um 5% wachsen, insbesondere in den Produktsparten Aluminium und Kupfer im nordamerikanischen Markt.
Für die nahe Zukunft plant TK Excellis aktives Portfoliomanagement, inklusive selektiver Desinvestitionen, um das Kapital in margenstärkere Geschäftsfelder umzuschichten. Bei Zukäufen konzentriert sich das Unternehmen auf Manufacturing-Geschäfte, Service-Center-Aktivitäten in Nordamerika und den Ausbau der digitalen Lieferkettenkompetenz im Solutions-Bereich.