
Opening Bell: Bitcoin, Nasdaq, Meta, Tesla, Nvidia, CoreWeave, Netflix, Bloom Energy, Skydance, IBM
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Herzlich willkommen zur Opening Bell. Die Handelseröffnung in New York sieht momentan nicht gut aus. In Frankfurt hat sich der DAX etwas beruhigt, nachdem es heute Morgen schwache Vorgaben aus Asien gab. Der DAX liegt aktuell 0,5 % im Minus. Auch in den USA sind die Indikatoren schwach: Der Dow Jones verliert etwa 0,5 %, während der Technologiesektor um 1,6 % zurückgeht.
Grund für die Sorgenfalten bei den Anlegern ist die KI-Entwicklung. Es gibt Bedenken, ob die Ausgaben für KI überpaced sind und wie diese finanziert werden sollen, ob sich das jemals rechtfertigen wird. Diese Fragen begleiten den Markt seit Monaten. In besseren Marktphasen wurden sie oft beiseitegeschoben, doch nun gewinnen sie wieder an Bedeutung. Die aktuellen Quartalszahlen sind überwiegend gut ausgefallen, was diese Sorgen jedoch nicht entkräften kann.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Ölpreis (WTI), der momentan knapp unter der 100-Dollar-Marke liegt. Gestern gab es einen Anstieg, ausgelöst durch Eskalationen, die für Volatilität sorgen und Sorgenfalten hervorrufen. Ansonsten zeigt sich momentan wenig Bewegung. Es gibt die Hoffnung, dass vor den Zwischenwahlen noch ein Akzent gesetzt werden kann, insbesondere für Donald Trump, obwohl sich bisher nichts abzeichnet.
Der Bitcoin zeigt sich im Moment eher im "Risk-off"-Modus und verliert rund 3,7 %, was etwa 3.200 US-Dollar entspricht. Die Marke um 80.000 US-Dollar ist hier eine wichtige Hürde, die im Auge behalten werden sollte.
Der Technologiesektor gerät zunehmend unter Druck. Die Nachfrage nach Neo-Cloud-Diensten und Kapazitäten wird vom Nvidia-Chef als "off the chart" beschrieben, also beispiellos. Das Problem liegt jedoch in der Wahrnehmung der Investoren: Wenn sich die Sorge verfestigt, dass Unternehmen ihre Schulden nicht bezahlen können, wird dies nicht auf die leichte Schulter genommen, und die Kurse werden weiter nach unten gedrückt. Insgesamt ist die Stimmung zwar weiterhin positiv, aber kurzfristig könnte die Volatilität anhalten.
Betrachtet man die Quartalszahlen, so sind diese aus Sicht des Moderators sehr gut. Ein Beispiel ist Bloom Energy, ein wichtiger Akteur im Energiebereich, der entscheidend für KI und den KI-Trade ist. Ohne Energie gibt es weder KI noch den KI-Handel. Daher ist Zuversicht angebracht, dass diese Unternehmen wieder Fahrt aufnehmen werden. Bloom Energy hat bereits eine starke Kursentwicklung hinter sich. Bei anderen Unternehmen wie Constellation Energy und Vistra, die kleinere Anbieter sind, gab es Rückgänge. Dennoch wird erwartet, dass hier mittelfristig ordentliche Gewinne erzielt werden können, da Rechenzentren viel Energie benötigen. Bei Constellation Energy scheinen einige Deals bei den Anlegern untergegangen zu sein, obwohl langfristige Lieferverträge für wiederkehrende und gut prognostizierbare Umsätze und Gewinne sorgen.
Meta hat im Quartal über 60 Milliarden Dollar Umsatz erzielt, mit einem anhaltenden Umsatzwachstum von über 20 %. Die Investitionsplanung für 2026 liegt zwischen 135 und 140 Milliarden Dollar, was sogar etwas unter den Erwartungen lag. Dies sollte jedoch nicht allein an der leicht unter den Analystenerwartungen liegenden Zahl aktiver Nutzer festgemacht werden, sondern an der insgesamt schwierigen Marktstimmung, die die Aktie vorbörslich leicht im Minus hält.
Ähnliches gilt für Tesla. Die Entwicklungen bei den Robotaxis sind spannend. Der Optimus soll Ende 2027 in den Vertrieb gehen, was etwas später ist als erwartet. Die Zahlen von Tesla waren dennoch solide. Analysten hatten mit Verlusten gerechnet, doch das Unternehmen hat Geld verdient. Der Umsatz stagniert aufgrund des harten Wettbewerbs, aber die Robotaxi-Sparte entwickelt sich. In Austin laufen Pilotversuche, und die gefahrenen Kilometer steigen wöchentlich um 30 %. Es wird erwartet, dass hier bald Ergebnisse sichtbar werden. Der Newsflow sollte in den kommenden Wochen und Monaten positiv sein, und trotz des aktuellen Drucks könnten die Kurse von Tesla in den nächsten 6-8 Wochen steigen.
Nvidia zeigt sich ebenfalls schwächer, was sich durch die Branche zieht. Die Aktie liegt um das Kursniveau vom Frühjahr, seitdem hat sich wenig getan. Dies spiegelt die Unentschlossenheit der Anleger wider.
Covivio bewegt sich weiter nach unten, und die letzten Unterstützungen könnten durchbrochen werden. Grund sind Sorgen um die Schuldenbegleichung oder die Fähigkeit, Zinszahlungen zu leisten. Trotz des negativen Markt-Sentiments hat die Bank of America die Aktie weiterhin auf "Kaufen" mit einem Kursziel deutlich über 100 Dollar eingestuft.
Netflix-Aktien geraten unter Druck. Zwar gab es leichte Kritik an der Prognose für Online-Werbung (Senkung von 3 Milliarden auf 2,7 Milliarden Dollar), aber prinzipiell läuft es für Netflix gut. Das Unternehmen hat interessante Kooperationen geschlossen und verzeichnet weiterhin zweistelliges Umsatzwachstum (11-12 %). Dennoch wird die Aktie in der aktuellen Marktlage nach unten gedrückt und hat ein Verkaufssignal generiert.
Bloom Energy meldet heute Abend Quartalszahlen. Wichtig ist die Bestätigung des Deals mit Oracle. Das Unternehmen ist mit seiner Technologie der Brennstoffzellen gut für die Zukunft aufgestellt, da Datacenter-Betreiber diese für eine schnelle Energieversorgung benötigen. "Time-to-Market" und "Energy-to-Market" sind hier entscheidend, da lange Installationszeiten die Inbetriebnahme verzögern können. Der Markt schätzt Zeit als Geld, und Bloom Energy bietet hier schnellere Lösungen. Der Kurs wird aktuell auch durch die Kooperation mit Oracle angetrieben.
Paramount wurde zuletzt durchgereicht. Medienaktien sind generell schwierig, dennoch könnte eine Gegenbewegung technisch interessant sein, falls die Aktie in ein bestehendes Gap läuft. Paramount und Skydance sind für Trader auf der Watchlist zu empfehlen.
IBM hat ebenfalls Quartalszahlen gemeldet und geriet unter Druck (-5 %), obwohl der Umsatz besser als erwartet ausfiel und das Ergebnis mit 2,95 Dollar je Aktie über den prognostizierten 2,86 Dollar lag. Der Rückgang ist jedoch Teil des allgemeinen Markttrends.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein schwieriger Handelsauftakt bevorsteht. Es bleibt abzuwarten, ob der Markt aus dem aktuellen Tief herausfindet und die Anleger die Kurve noch bekommen.
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