
Märkte & Trends am Morgen 08:10Uhr | Tägliche Handelsideen & Analysen
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Die Sendung "Märkte und Trends am Morgen" startet in eine spannende Börsenwoche, beginnend am Montag, dem 26. Oktober. Die Moderatoren Christian und Samier blicken auf die bevorstehenden Ereignisse, darunter die laufende Berichtssaison, die Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch und die Quartalszahlen wichtiger Tech-Unternehmen. Die zentrale Frage lautet, ob die erwartete Jahresendrally ins Wasser fällt oder ob die Märkte weiterhin nach Plan verlaufen.
Die vergangene Börsenwoche wurde am Freitag holprig gestartet. Nach Börsenschluss gab es einen Tweet von Donald Trump, der für Gesprächsstoff sorgte. Samier berichtet, dass am Wochenende wenig Außergewöhnliches passierte, abgesehen von dünnem Handel. Eine Meldung, die am Wochenende an Bedeutung gewann, betrifft die Spannungen zwischen den USA und dem Iran und deren Auswirkungen auf den Ölmarkt. Der Ölpreis stieg zuletzt deutlich an und testete erneut sein Jahreshoch. Dies übt Druck auf traditionelle Märkte aus und birgt Inflationsrisiken, was die Notenbanken zu weiteren Zinserhöhungen veranlassen könnte. Donald Trump kündigte jedoch an, dass die USA den Iran nicht angreifen würden, nur 48 Stunden nachdem eine großangelegte Operation angekündigt wurde. Diese Volatilität und Unsicherheit beeinflussen Chipaktien, den Ölmarkt und die Renditen von Anleihen. Die zweijährigen und langfristigen Anleihen verzeichneten deutliche Anstiege.
Der Brent-Ölpreis zeigte am Freitag eine deutliche Sprunghöhe und durchbrach hartnäckige Widerstände, was das Jahreshoch übertraf. Dies wirkt sich negativ auf traditionelle Märkte aus. Die Preise für Rohstoffe, Edelmetalle und Lebensmittel sind seit Jahresbeginn stark gestiegen, was Inflationsrisiken verschärft und die Aussicht auf Zinssenkungen trübt. Der S&P 500 zeigt sich jedoch weiterhin robust.
Bei den US-Indizes ist eine abkühlende Phase zu beobachten. Der Nasdaq 100 zeigt erhöhte Volatilität und befindet sich in einer Konsolidierung, die bereits einer Korrektur ähneln könnte, ausgehend von den Höchstständen bei 31.400 Punkten. Diese Konsolidierung wird positiv bewertet, da sie die Überkauftheit der Märkte abbaut. Wichtige Ereignisse in dieser Woche, wie der Zinsentscheid der Notenbank und die Quartalszahlen großer Tech-Unternehmen am Mittwoch, könnten zu kräftigeren Gegenbewegungen führen. Der Dow Jones zeigt eine leichte Erholungsbewegung, aber die Unsicherheit am Wochenende führte dazu, dass viele Marktteilnehmer sich zurückzogen. Trotzdem bleibt der Trend des Dow Jones, der seit April rund 8% im Plus liegt, intakt. Der S&P 500, der die 500 größten US-Unternehmen abbildet und eine Mischung aus verschiedenen Sektoren darstellt, notiert nahe seinen Rekordständen. Es wird empfohlen, Ruhe zu bewahren, da diese Handelswoche entscheidende Impulse liefern könnte, die zu einer Jahresendrally führen könnten.
Statistiken zu den Midterm Elections zeigen, dass die Indizes, insbesondere der S&P 500, nach diesen Wahlen historisch gesehen deutlich zugelegt haben. In den zwei Quartalen nach Midterm Elections stiegen die Märkte durchschnittlich um 16%, ohne signifikante Korrekturen.
Diese Woche ist entscheidend, insbesondere wegen des Zinsentscheids am Mittwoch und des Earningskalenders. Die Jahresendrally könnte durch die Quartalszahlen großer Tech-Unternehmen am Mittwochabend ihren Impuls erhalten.
Der Blick auf den Kalender zeigt, dass nicht nur Mittwoch, sondern auch schon Dienstag spannend wird. Nach Börsenschluss werden die Zahlen von Robin Hood veröffentlicht, was Auswirkungen auf den Bitcoin- und Kryptomarkt haben könnte. Vor US-Handelsstart werden die Zahlen von Visa erwartet. Am Mittwoch, nach Börsenschluss, kommen die Zahlen von Microsoft, Alphabet und FedEx, sowie von T-Mobile US. Weitere wichtige Unternehmen, die diese Woche ihre Zahlen veröffentlichen, sind Eli Lilly, Mastercard und Caterpillar am Donnerstag. Am Freitag folgen Chevron und ExxonMobil. Diese ereignisreiche Woche verspricht Volatilität, aber die Aussicht auf eine starke Börsenentwicklung im November, Dezember, Januar, Februar und März ist positiv.
Zwei Titel, die letzte Woche thematisiert wurden, sind Palo Alto und Crowdstrike. Diese Cybersecurity-Aktien zeigten sich am Freitag stark und profitierten vom allgemeinen Trend. Crowdstrike verzeichnete am Freitag einen Anstieg von 8% und steuert auf seine letzten Bewegungshochs zu. Das Märkte-und-Trends-System sieht kurzfristige Ziele für Crowdstrike bis zu 323 US-Dollar und langfristig sogar bis zu 314 US-Dollar. Bei Palo Alto (Wertpapierkennnummer MR8Z39) sieht das System kurzfristige Kaufsignale und eine potenzielle Aufwärtsbewegung von bis zu 30%. Für Palo Alto gibt es ein Zertifikat mit einer Laufzeit bis zum 19. März, das bei einem Kurs über 330 US-Dollar eine Rendite von rund 30% verspricht.
Chipaktien sind weiterhin gefragt, obwohl viele unter Druck stehen. Am Freitag gab es eine leichte Erholung. Top-Gewinner sind nach wie vor große Chipwerte, Rechenzentren und KI-Aktien. Micron Technology, Seagate Technology, Sandisk und AMD sind stark überverkauft. Trotz der Konsolidierung wird mit kräftigen Gegenbewegungen gerechnet. Der Trend bei AMD hält seit anderthalb Jahren an und hat zu einem Kursanstieg von 273% geführt. Die aktuelle Konsolidierung baut jedoch Trendsignale ab. Bedenken gibt es hinsichtlich Chinas Rolle auf dem Chipmarkt und der Entwicklung günstigerer KI-Modelle.
Intel hat ebenfalls eine deutliche Konsolidierung erfahren und ist seit den letzten Peaks im Oktober deutlich gefallen. Zwei Szenarien sind möglich: eine kräftige Gegenbewegung in dieser Woche oder weiterer Druck auf Chipaktien. Kurzfristige Ziele deuten auf ein Aufholpotenzial von bis zu 40% hin. Langfristige Ziele wurden bei Intel bereits erreicht, aber kurzfristig sind Gegenbewegungen möglich. Für Intel gibt es ein Zertifikat (Wertpapierkennnummer WA9MG5) mit einem Hebel von 2,5, das eine Erholungschance von bis zu 40% prognostiziert. Bei AMD wurde eine geplante Kaufstrategie zurückgestellt, da die Eckdaten eines Optionsscheins nicht mehr ausreichen. Ein neuer Optionsschein mit einer Rendite von 30-40% und einer Seitwärtsstrategie wird gesucht.
Bitcoin hatte ein durchwachsenes Wochenende und konsolidiert derzeit. Es wird erwartet, dass Bitcoin möglicherweise die 80.000 US-Dollar Marke testet, aber übergeordnet bleibt ein positives Trendsignal bestehen. Seit dem generierten Signal im August ist Bitcoin noch knapp 2% im Plus. Die Konsolidierung hat die zwischenzeitlichen Gewinne abgebaut, aber es ergeben sich neue Einstiegsgelegenheiten. Die Schwierigkeit des Timings wird betont, stattdessen wird empfohlen, positioniert zu bleiben und die langfristige Entwicklung abzuwarten.
Die nächste Sendung beginnt um 8:50 Uhr und wird sich mit DAX-Werten wie Eon sowie mit Bloom Energy, Amazon, Nebios und Applied Digital beschäftigen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Woche ereignisreich wird, mit vielen wichtigen Wirtschaftsdaten und Unternehmenszahlen. Die Märkte zeigen sich nach einer Konsolidierungsphase bereit für mögliche Gegenbewegungen, wobei die Jahresendrally weiterhin im Fokus steht. Die Volatilität wird voraussichtlich hoch bleiben, aber die langfristigen Aussichten werden als positiv eingeschätzt.