
Die Schlacht um die Kurse ist eröffnet! | IBM | Applied Digital | Servicenow | ASML | RTX | Gold
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Guten Tag, liebe Zuschauer, und willkommen zum US-Handelstart live aus Frankfurt. Wir sprechen heute mit unseren Marktexperten Paul, Thomas und Lis, die uns ihre Einschätzungen zur aktuellen Marktlage geben.
Thomas äußert sich besorgt über den gestrigen Abverkauf am Markt, der ihm "schwer im Magen liegt". Er hofft auf eine Stabilisierung oder Erholung heute, sieht aber bereits, dass die anfänglichen positiven Tendenzen bei Technologiewerten wieder abbröckeln. Einige Werte wie Western Digital und Tesla notieren bereits wieder im vorbörslichen Minus. Sollte der Druck auf Technologiewerte anhalten, sieht er Abwärtspotenzial bis zum 200-Tage-Durchschnitt bei 282. Im DAX gab es eine "Schaukelbörse" mit einem Verlust von 1,5% diese Woche, was Thomas aber noch nicht als Beinbruch sieht. Der Dow Jones konnte diese Woche sogar zulegen, während der S&P 500 konsolidiert. Die Zinsen sind zuletzt gesunken, was generell positiv für Aktien ist, auch wenn sie mit fast 5% immer noch hoch sind. Ein Problem stellen die hohen Ölpreise dar, die fast das Niveau vom März erreichen und die Aktienmärkte belasten. Für Thomas ist die zentrale Frage des Tages, ob sich der Tech-Sektor stabilisieren kann.
Christian stößt zur Runde hinzu. Paul teilt Thomas' Einschätzung, dass die vorbörsliche Entwicklung nicht gut aussieht und das gestrige Tief unterschritten wurde. Er führt den Abgabedruck auf die steigenden Ölpreise zurück. Die Marke von 28200-28300 Punkten hält er für eine gute Unterstützungszone; ein Fall darunter wäre kritisch und könnte zu 27000 Punkten führen. Trotz Inflation und hohen Ölpreisen stabilisieren sich die Zinsen, und Paul ist "entspannt", da er glaubt, dass die seit Anfang Oktober andauernde Korrektur bald vorbei sein könnte. Der Bitcoin hält sich im Gegensatz zum Tech-Markt relativ gut. Paul erwartet für heute einen "richtungsweisenden Freitag" mit Hin- und Her-Bewegungen und hofft auf ein grünes Ende.
Lis bestätigt, dass es nur wenige Werte im Plus gibt. Die Rollins-Aktie überrascht positiv, obwohl die Quartalszahlen unter den Erwartungen lagen. Sie beobachtet eine Umschichtung von Tech-Werten in stabilere, defensivere Werte. Im Halbleiterbereich und bei KI-Aktien sieht sie starke Abschläge, was ihr persönliches Depot ebenfalls betrifft. Auf Indizes-Ebene, speziell beim S&P 500, sieht sie die Korrektur von unter 3% vom Allzeithoch noch entspannt und keinen "großen Crash". Die Marke von 7620 Punkten beim S&P 500 ist für sie eine kurzfristige Unterstützungszone. Sie glaubt an eine Stabilisierung, die aber stark von der Entwicklung des Ölpreises abhängt, der "parabolisch weiter Richtung Norden" geht und jetzt Widerstände aus März und April durchbrochen hat. Positiv bewertet sie die sinkenden Renditen der Zehnjährigen Anleihen, was jedoch auch eine Umschichtung von Aktien in Staatsanleihen aufgrund der attraktiven Rendite bedeuten könnte. Sie bleibt trotz der roten Zahlen bei vielen Werten insgesamt positiv.
Christian stimmt zu, dass es keine einfachen "Rotationen" mehr sind, sondern die Dynamik zunimmt. Er hatte vor zwei Tagen seinen Short auf den Nasdaq 100 glattgestellt, was sich im Nachhinein als ungünstiges Timing erwies, da der Kurs weiter fiel. Ähnlich erging es ihm bei Siemens Energy. Er stellt fest, dass Old Economy Werte wie Coca-Cola und Procter & Gamble wieder anspringen, was eine Trendverschiebung bedeuten könnte. Christian erwartet eine Jahresendrally, die aber nur einen der Indizes (Dow Jones, S&P 500, Nasdaq 100) betreffen wird, da deren Zusammensetzung zu unterschiedlich ist. Er stimmt der Beobachtung zu, dass Value-Werte mit etablierten Geschäftsmodellen und geringeren Tagesschwankungen wieder an Attraktivität gewinnen.
Thomas widerspricht Christians Einschätzung zur Rotation und favorisiert eine Rückkehr zu risikoreicheren Growth-Aktien im Tech-Bereich. Er sieht die scharfen Rücksetzer von 30-40% bei Top-Aktien aus dem Chip-Bereich als Chance, da die Bewertungen wieder attraktiv seien. Trotz der Diskussion um hohe Zinsen und Rentabilität für KI-Unternehmen glaubt er, dass der Aufbau der KI-Infrastruktur weitergehen wird. Er hat selbst in seinem Depot umgeschichtet und verstärkt in Tech-Werte investiert, um von den derzeit niedrigeren Preisen zu profitieren.
Thomas gibt einen Ausblick auf die nächste Woche: Der Mittwoch ist ein "Knallertag" mit Quartalszahlen von Microsoft und Alphabet. Am Dienstag gibt es Zahlen von PayPal, am Donnerstag von Intel, Sandisk und Amazon. Die Notenbanksitzungen der EZB und Fed stehen ebenfalls an, wobei keine Zinsänderungen erwartet werden, aber die Aussagen zur Konjunktur und Zinsentwicklung wichtig sein werden.
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Lis stellt Apply Digital vor, eine Aktie, die gestern 9% korrigiert hat und seit dem Allzeithoch über 60% verloren hat – ein "Crash" bei diesem Einzelwert. Die Zahlen vom 7. Oktober waren sehr gut: Umsatzwachstum von 322% auf 341 Millionen US-Dollar, deutlich über den Erwartungen. Ein kritischer Punkt ist der noch negative Gewinn und Free Cashflow, da enorme Investitionen in Rechenzentren getätigt werden müssen. Die abgeschlossenen Verträge für Rechenzentrumsleistungen belaufen sich auf 1,4 Gwatt, was einem Volumen von über 36 Milliarden US-Dollar entspricht, mit Optionen auf Verlängerungen bis zu 86 Milliarden US-Dollar. Dies bietet eine gute Planungssicherheit. Lis sieht den Kurs an einer "Schlüsselzone" bei 19 US-Dollar, wo es in der Vergangenheit zu Rebounds kam. Sie rechnet mit einem Rebound zum dritten Mal und einem Kursziel von 28 US-Dollar, was einem Anstieg von fast 50% entspricht. Sie hat eine Long-Position mit einem Knockout-Zertifikat (WKN: MM1UT1, Hebel 2,8) eröffnet.
Paul plant einen Kauf bei Meta. Er sieht Meta als Unternehmen, das bisher nicht richtig vom KI-Hype profitiert hat. Die Aktie ist vom Zwischenhoch um 17% gefallen. Charttechnisch sieht er eine interessante Unterstützungszone bei 605-610 US-Dollar, dem "Point of Control", wo der Kurs lange Schwierigkeiten hatte, auszubrechen. Meta hat eine riesige Nutzerbasis und kann KI sehr gut monetarisieren und trainieren. Die letzten Quartalszahlen zeigten ein gutes Umsatzwachstum von 26%, und der durchschnittliche Umsatz pro Person erreichte ein neues Hoch. Das einzige Problem sind die hohen Ausgaben, die Unsicherheit über die schnelle Rentabilität von KI-Investitionen schüren. Paul kann die Investitionen nachvollziehen, da Meta Marktführer bleiben und in der Zukunft Geld verdienen muss. Er nutzt selbst täglich KI und ist bereit, dafür zu bezahlen. Er sieht Potenzial in Metas AI-Agent "Mus", der im Alltag helfen kann. Die aktuelle Korrektur macht die Aktie für ihn nur interessanter. Die Analystenbewertungen liegen bei einem Minimumziel von 650 US-Dollar und einem Durchschnitt von 846 US-Dollar, was ein Potenzial von 31% bedeutet. Paul hat ein Knockout-Zertifikat (WKN: UQ98ZM, Hebel 2,01, Open End) ausgewählt und plant, die erste Tranche bei 620-600 US-Dollar zu eröffnen.
Thomas gibt ein Update zu Western Digital. Er ist bereits vor einiger Zeit eingestiegen, und die Aktie ist in den letzten Wochen stark gefallen. Die Zahlen fand er "eigentlich gut": Gewinn pro Aktie und Umsatz übertrafen die Erwartungen deutlich. Die Bruttomarge stieg von 44% im Vorjahr auf 58% und soll im laufenden Quartal auf 60-61% steigen. Der Ausblick wurde angehoben, und eine höhere Dividende wird ausgeschüttet. Die höheren Ausgaben in bestimmten Bereichen und gestiegene Einkaufspreise werden vom Markt übertrieben negativ bewertet, da das Unternehmen eine geringe Verschuldung und ein gutes Liquiditätspolster hat. Thomas möchte die Position verbilligen, wenn die Aktie einen Boden bildet und einen Aufwärtstrend startet. Er sieht Potenzial, die Region um 400 Euro wieder anzusteuern, was mit seinem Hebelpapier (WKN: MN54X0, Hebel 3,8) hohe Renditen ermöglichen würde.
Christian gibt ein Update zu Bloom Energy. Die Zahlen waren stark: Umsatz mehr als verdoppelt auf 1,236 Milliarden US-Dollar, trotzdem fiel der Kurs gestern und heute. Die Aktie hat in den letzten Wochen über 30% verloren. Trotz der hohen Bewertung glaubt Christian an das Thema Strom und Energie und die Möglichkeiten, die Bloom Energy für Energiespeicher in Rechenzentren und anderen großen Gebäuden bietet. Risiken sind Vorlaufkosten, Schuldenlast und Lieferengpässe. Er ist gestern in einen Discount-Optionsschein eingestiegen (Basispreis 250 US-Dollar, Cap 275 US-Dollar, Laufzeit unter 5 Monate), obwohl die Aktie aktuell 18% im Minus liegt. Er sieht dies als antizyklisches Verhalten, da das Thema Energie wichtig ist.
Paul gibt ein Update zu Service Now. Er hat seine Position geschlossen, da das Kursziel von 160 US-Dollar fast erreicht war und das Gesamtrisiko des Marktes die verbleibende Chance von 2% überwog. Er erzielte eine Rendite von 155,71%. Er findet die Aktie weiterhin spannend und würde bei 135-140 US-Dollar wieder nach Einstiegen suchen.
Thomas hat seine IBM-Position mit einer Rendite von 44,53% geschlossen. Er sieht auf der Oberseite keinen großen Ausbruch und möchte Liquidität schaffen, um in andere Tech-Werte wie Chip- oder Energietitel zu investieren. Er ist heute in ASML eingestiegen, einen Hersteller von Lithografiemaschinen. Die Aktie ist stark zurückgekommen und notiert jetzt an einem interessanten Niveau, nahe der 200-Tage-Linie und einem Aufwärtstrend. Die guten Zahlen und die Aussagen des Managements, dass die Kapazitäten für die Nachfrage nach Lithografiemaschinen nicht ausreichen werden, überzeugten ihn. Er sieht die Party im KI- und