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Der heutige Handelstag beginnt schwächer, nachdem die positiven Impulse vom Vortag durch gemischte US-Zahlen und einen deutlichen Abverkauf von Technologiewerten in Asien verpufft sind. Dies unterstreicht die erwartete erhöhte Volatilität in der laufenden Berichtssaison, insbesondere im Technologiesektor. Die anhaltend hohen Inflationsraten, Ölpreise und Zinsen belasten die Rahmenbedingungen und beginnen langsam auch die Tech-Unternehmen zu erreichen. Zwar ist der KI- und Tech-Trend an sich nicht vorbei, doch die Märkte befinden sich in einer stürmischen Phase.
Sami sieht die Lage etwas anders und erwartet eher ein Hin und Her in den nächsten Tagen, bevor nächste Woche die Zahlen der großen Tech-Konzerne wie Alphabet und Apple die Aufmerksamkeit auf sich ziehen werden. Er merkt an, dass einige Indizes wie der SMI, FTSE 100 und Dow Jones überhitzt sind, glaubt aber an eine Erholung nach einer Konsolidierung. Insbesondere der Nasdaq 100 sei stark überverkauft und könnte sich besser entwickeln als die „Old Economies“. Die aktuellen Kursverluste bei Chip-Aktien seien technisch bedingt und bedeuten nicht das Ende des Booms. Kurzfristig sieht er Potenzial für neue Rekordhochs, mittelfristig sogar Kursziele von 32.000 Punkten beim Nasdaq 100.
SAP wird als positives Beispiel hervorgehoben. Das Unternehmen habe mit seinen Quartalszahlen überzeugt, insbesondere das Cloud-Geschäft sei um 26 % gewachsen, der Auftragsbestand sogar um 28 %. CEO Christian Klein spricht von einem „outstanding Quartal“, und die Prognose für das Cloud-Geschäft wurde angehoben. Trotz eines starken Kursanstiegs in den letzten zwei bis drei Monaten sehen die Analysten noch Luft nach oben. Kurzfristig seien alle Ziele erreicht, aber übergeordnete Trendziele bis 246 Euro seien noch offen. Eine kleine Konsolidierung wäre wünschenswert, das mittelfristige Ziel bleibe das alte Rekordhoch bei 280 Euro.
Infineon wird als weiteres Unternehmen betrachtet, das eine relative Stärke vermissen lässt. Nach einer starken Kursrallye von 34 auf fast 90 Euro gab es eine heftige Korrektur. Aktuell sei die Aktie überverkauft, aber es gebe kein unmittelbares Handlungsbedarf. Die Aktie wurde aus der Watchlist der Hauptfavoriten genommen, bis mehr Klarheit herrscht.
Eon zeigt sich aktuell leicht schwächer, war aber in den letzten Tagen gesucht. Grund dafür sind Berichte über ein umfassendes Spar- und Steuerungsprogramm, das Kosteneinsparungen von 20-25 % vorsieht. Zudem gibt es Überlegungen, ehemalige Kernkraftwerkstandorte von PreussenElektra (einer 100%igen Tochtergesellschaft von Eon) für KI-Fabriken zu prüfen. Diese Standorte bieten Vorteile wie Netzanschlüsse und vorhandene Infrastruktur. Analysten sehen ein Kurspotenzial von über 21 Euro.
Siemens Energy wird als langfristig spannende und aussichtsreiche Position betrachtet, trotz der aktuellen Schwäche im Technologiesektor. Das Unternehmen bedient eine breite Wertschöpfungskette im Infrastrukturbereich, nicht nur KI-Stromlösungen. Trotz eines Rückgangs unter die 130-Euro-Marke wird eine Erholung erwartet, mit einem ersten Ziel bei 150 Euro. Das KGV von 21 sei für das laufende Geschäftsjahr sehr niedrig, die Umsatzzahlen seien gut und das Gewinnwachstum stark. Der starke Cashflow von fast 7 Milliarden Euro im abgelaufenen Jahr und Margen, die weiter anziehen, überzeugen. Mit einem Hebel von 2,5 könnten bei einer Kursbewegung von 15 % rund 40 % Gewinn erzielt werden.
Bloom Energy wird als spannendes Thema für den Abend genannt, da heute nach US-Börsenschluss die Quartalszahlen erwartet werden. Die Aktie ist zuletzt stark gestiegen, und es gab einen neuen Einstieg in einen Discount-Optionsschein. Das Thema Stromversorgung in Amerika und die Lösungen von Bloom Energy werden als anhaltend gefragt betrachtet. Trotz einer Bewertung, die als hoch gilt, wird die Reise noch nicht als beendet angesehen. Die Aktie biete Lösungen für Unternehmen mit großen Verkaufsflächen und Fachhandel mit großer Infrastruktur, die Energiesicherheit benötigen. Der Nutzen von Energiespeichern sei insbesondere bei großen Dachflächen zur Speicherung von Energie gegeben. Es wird erwartet, dass das Geschäft weiter fortgesetzt wird. Ein Risiko sei eine mögliche staatliche Fokussierung auf Atomstrom, was andere erneuerbare Energien unattraktiv machen könnte. Die Year-to-Date-Performance von 174 % sei beeindruckend, und eine Chance auf Window Dressing im November/Dezember bestehe.
Tesla lieferte gemischte Quartalszahlen. Positiv hervorzuheben ist der freie Cashflow, der mit 1,5 Milliarden Dollar positiv ausfiel, entgegen der Erwartung eines negativen Cashflows. Die Umsatzzahlen zeigten kaum Veränderung zum Vorjahr und lagen leicht über den Erwartungen. Der Gewinn pro Aktie war ebenfalls besser als erwartet. Ein leichter Rückgang bei Umsatz, Gewinn und operativem Gewinn im Vergleich zum starken Vorjahresquartal ist auf Steuervergünstigungen in den USA im dritten Quartal 2025 zurückzuführen. Die Bruttomarge verbesserte sich leicht auf rund 20 %. Das Automobilgeschäft war leicht rückläufig, während der Batterie- und Speicherbereich sowie Services and Others (inklusive Gebrauchtwagen, Reparaturen, Wartung, Supercharger-Netzwerk, Versicherungen) stark wuchsen. Die Reaktion nachbörslich war negativ, und die Aktie fiel deutlich zurück und setzte auf der 200-Tage-Linie auf. Langfristig wird eine positive Entwicklung erwartet, aber kurzfristig wird auf einen Rücksetzer gewartet.
IBM zeigte nach den Quartalszahlen eine sehr hohe Volatilität. Nachbörslich stieg die Aktie auf bis zu 240 Euro, brach dann aber wieder auf 210-211 Euro ein. Die Zahlen selbst waren gut: Umsätze und Gewinn pro Aktie lagen über den Erwartungen, der freie Cashflow war mit 3 Milliarden Dollar sehr positiv. Die Prognose für den freien Cashflow für das Gesamtjahr wurde um eine Milliarde angehoben, und die Umsatzspanne auf vier bis fünf Prozent angepasst. Insbesondere das Softwaregeschäft (+9%) und die Verbuchung von verschobenen Mainframe-Aufträgen trugen positiv bei. Trotz der negativen Reaktion des Marktes auf Software- und KI-Titel bleibt IBM eine spannende Geschichte, auch aufgrund der Quantencomputing-Fantasie.
Adidas wird als Top-Pick unter den Sportartikelherstellern gesehen. Nach einem Ausbruch und starkem Momentum wurde die Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Das Laufgeschäft boomt, und Adidas ist in China gut positioniert. Das KGV von 13,8 für 2027 ist niedrig, die Umsatzzahlen und Wachstumsraten sind gut. Ein Cashflow von fast 2 Milliarden Dollar, ein Aktienrückkaufprogramm und ein Effizienzprogramm stärken die Position. Kursziele liegen bei 168/169 Euro und 188/189 Euro. Langfristig wird Potenzial für Kurse über 300 Euro gesehen, kurzfristig sei jedoch das Konsumumfeld mit hoher Inflation eine Herausforderung.
Goldman Sachs wird als attraktive Investmentbank betrachtet, die trotz hoher Zinsen und eines schwächelnden Investmentbankings eine Bodenbildungsphase durchläuft. Die Aktie ist 25 % von den Höchstständen entfernt, und viel Negatives sei bereits eingepreist. Das KGV von 12 für 2027 ist niedrig, und die Eigenkapitalrendite von fast 20 % ist stark. Mittelfristig werden Kurse über 1000 US-Dollar als realistisch eingeschätzt.
Bitcoin zeigt sich volatil. Nach einem Anstieg über 84.000 Dollar fiel er wieder zurück. Die Euphorie vom Vortag im Nasdaq hat sich im Kryptobereich verflüchtigt. Kurzfristig werden Ziele um 86.670 Dollar gesehen, mittelfristig sogar über 90.000 Dollar, mit Potenzial über 100.000 Dollar im vierten Quartal. Geduld sei gefragt, und ein Rücksetzer sei nicht auszuschließen. Die Verbindung zwischen Tech-Aktien und Bitcoin als risikoreiche Anlagen wird betont.
Abschließend werden Zuschauer ermutigt, sich auf merktundtrends.de zu registrieren und aktiv zu werden, da das Angebot kostenlos ist, dies aber nicht ewig bleiben wird. Angebote wie ein kostenloser Test von Ultimate Plus in Kooperation mit XTB und eine kostenlose Porsche-Aktie werden hervorgehoben.