
Märkte & Trends am Morgen 08:10Uhr | Tägliche Handelsideen & Analysen
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Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von "Märkte und Trends am Morgen" am Dienstag, den 3. November, um 8:10 Uhr. Christian und Sam begrüßen die Zuschauer zu einer Analyse des aktuellen Marktgeschehens.
Der gestrige Handelstag begann mit positiven vorbörslichen Indikationen und einem starken Handelsstart, insbesondere beim Nasdaq 100, der einen Anstieg von fast 1 % verzeichnete. Dieser Aufschwung wurde jedoch im Keim erstickt, und die Bären dominieren weiterhin den Markt. Der gesamte Chipsektor und die damit verbundenen Branchen stehen deutlich unter Druck. Aber nicht nur die traditionellen Märkte sind betroffen; auch der Rohstoffmarkt verzeichnete tiefe Abschläge, wobei Gold und Silber zwischenzeitlich unter 4.000 US-Dollar fielen und Bitcoin ebenfalls unter Beschuss geriet.
Die zentrale Frage ist, wie sich die Märkte in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln werden: Endet die Korrektur bald, oder werden wir noch tiefere Tiefs sehen? In dieser Marktphase ist es wichtig, eine fundierte Markteinschätzung zu geben. Obwohl der Vormittag gestern noch von Skepsis geprägt war, gab es zum Abend hin erneut Verkaufsdruck. Die Bären geben nicht auf und rütteln weiter am Markt.
Ein Blick auf die Highlights des gestrigen Börsentages zeigt, dass trotz einiger positiver Meldungen keine nachhaltige Stärke aufkam. Der gesamte Technologiesektor bleibt unter starkem Verkaufsdruck. Der Nasdaq 100 löschte einen Zuwachs von fast 1,4 % wieder aus. Intel verzeichnete einen weiteren Abschlag von 8,8 %, AMD lag mit knapp 7 % im Minus, und Sounddisk sank um 6,6 %. Auch Microsoft verlor fast 2,8 %. Die Übernahme zwischen Marvel und Lumentum führte ebenfalls zu Druck bei beiden Unternehmen. Obwohl es gute Zahlen von Palantir und Apple gab, trugen diese nicht zu einer relativen Stärke bei. Die Unsicherheit macht sich auf den traditionellen Märkten und in den sozialen Netzwerken breit.
Der Fear and Greed Index, der die Marktstimmung widerspiegelt, zeigt eine äußerst gravierende Lage. Dies könnte jedoch ein Hinweis darauf sein, dass wir möglicherweise vor einer Kapitulation stehen und sich bald eine Beruhigung im Markt einstellen wird. Die bevorstehenden Midterm-Wahlen werden das Thema des Tages bleiben. Je stärker die Konsolidierung voranschreitet, desto näher sind wir dem Ende dieser Korrektur. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Märkte dann schneller reagieren, steigt. Auch diese Korrektur wird irgendwann ein Ende finden.
Die aktuelle Situation ist alles andere als schön, aber solche Marktentwicklungen sind normal. In den letzten Wochen wurden einige Werte auf die Watchlist gesetzt. Bisher wurden keine großen Positionen in Chipwerten aufgebaut, und auch der Nasdaq Call ist unter Wasser geraten. Hierzu wird es heute Nachmittag ein Update geben. Für den Moment ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und keine emotionalen Entscheidungen zu treffen. Solche Korrekturen gehören zur Marktentwicklung dazu und sollten nicht überdramatisiert werden. Es besteht die Annahme, dass das Ende dieser Korrektur in greifbarer Nähe ist und dass die Märkte bis zum Jahresende bzw. im zweiten Quartal 2027 eine kräftigere Erholung erleben werden.
Ein kurzer Blick auf die Börsenampel zeigt die aktuelle Marktlage. Die Marktstimmung ist erdrückend, besonders für Anleger, die in den letzten zwei Wochen in der Nähe von Rekordhöchstständen eingestiegen sind, insbesondere in Chipwerte oder gut gelaufene Aktien. Diese stehen nun deutlich unter Wasser. Jeder Anleger muss für sich entscheiden, wie er in dieser Situation vorgeht und welche strategischen Ansätze er verfolgt, um Positionen gegebenenfalls zu verlassen.
Die Gesamtampel zeigt, dass der Gesamtmarkt weiterhin neutral bleibt, ohne große Veränderungen. Das Sentiment, also die Marktstimmung, baut sich langsam ab, befindet sich aber immer noch in einem überhitzten Bereich. Die Trends bei den US-Indizes und einzelnen Aktien sind weiterhin positiv, obwohl die Marktstimmung noch dabei ist, die Korrektur abzubauen. Tendenziell bewegen wir uns gerade in der Nähe des neutralen Bereichs.
Die Liste der Gewinner und Verlierer des gestrigen Tages ist aufschlussreich. Idex Laboratories war ein starker Gewinner mit einem Plus von fast 22 %. Dortch legte ebenfalls um knapp 6 % zu. Auf der Verliererseite stehen Lumentum Holdings mit einem Abschlag von 18,6 % und Marvel mit fast 13 %, bedingt durch das Übernahmeangebot von geschätzt 115 Milliarden US-Dollar. Intel verlor ebenfalls deutlich.
Beim Nasdaq 100 ist zu sehen, dass der Markt gestern an der 200-Tage-Linie angedockt hat, und der Druck scheint anzuhalten. Die übergeordneten Trendziele zeigen, dass am 7. Mai Ziel 3 erreicht wurde. Es gibt weitere Kursziele auf der Oberseite, deren Erreichen jedoch ungewiss ist. Kurzfristig wurde vom System seit dem 14. Oktober ein überkaufter Markt erkannt. Trotzdem gerieten die Märkte weiterhin unter Druck. Diese Divergenz wird als äußerst positiv bewertet. Es wird jedoch nicht blind in fallende Messer gegriffen, sondern Chancen auf der Watchlist platziert und in Echtzeit Updates gegeben.
Obwohl bisher kein größeres Engagement getätigt wurde, sind die deutlichen Abschläge als gute Gelegenheiten zu sehen. Historisch gesehen waren solche Abschläge immer wieder gute Einstiegspunkte für langfristige Perspektiven. Der aktuelle Markt hat einen bitteren Beigeschmack, da stark gehypte Aktien, insbesondere aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz, stark abverkauft werden. Teilweise wurden Korrekturen von 30, 40 oder 50 % in kürzester Zeit beobachtet. Man darf jedoch nicht vergessen, dass diese Aktien zuvor auch extrem gut gelaufen sind, teilweise um 200 bis 1000 %. Solche heftigen Korrekturen müssen daher berücksichtigt werden.
Im Rohstoffbereich, insbesondere bei den Edelmetallen Gold und Silber, lassen die Bären ebenfalls nicht locker. Die Korrektur von 4.700 US-Dollar hin zu 4.000 US-Dollar hat sich fortgesetzt, und die Marke von 4.000 US-Dollar wurde durchbrochen. Dies wurde bereits letzte Woche prognostiziert, da es ungewöhnlich ist, dass der Goldpreis diese Marke erneut antestet. Dort liegt viel Liquidität in Form von Stops und Absicherungsgeschäften, was enormen Druck aufbaut. Derzeit sieht es bei Gold und Silber nicht gut aus, aber man sollte wachsam bleiben. Ein Kurs von 3.900 US-Dollar ist zu beobachten. Noch vor wenigen Wochen und Monaten lag der Preis bei 4.700 US-Dollar, mit Kurszielen von 5.000 oder 6.000 US-Dollar.
Derzeit gibt es kein Trendsignal für Gold. Der übergeordnete langfristige Trend, der am 27. Oktober 2010 bei 1.200 US-Dollar begann und in der Spitze fast 5.600 US-Dollar erreichte, ist zwar intakt, aber aktuell fehlt ein neues Signal. Dies bedeutet, dass zwei Szenarien zu berücksichtigen sind: Seitwärtsbewegung oder Korrektur. Wer den damaligen Trend mitgemacht hat, ist trotz der volatilen Phase immer noch deutlich im positiven Bereich. Da es keine Trendziele gibt und das System eher korrigierende Ziele auf der Unterseite in Betracht zieht (3.700 US-Dollar und eventuell 3.500 US-Dollar), ist Vorsicht geboten. Solange kein aktiver Trend durch Mittelzuflüsse oder Trendsignale entsteht, wird der Goldpreis wahrscheinlich nicht aus dem Nichts abdrehen, obwohl geopolitische Konflikte, Inflationsrisiken und Zinsanhebungen eigentlich für Gold sprechen würden. Die Korrektur ist hier wahrscheinlich noch nicht beendet. Es wird auf die Kapitulation gewartet, um strategische Entscheidungen zu treffen und die Angst am Markt zu nutzen. Historisch gesehen waren dies die besten Momente für Renditen und Chancen.
Die Ölpreise fielen gestern in den Futures um 7 %, da der Iran Bereitschaft zu Friedensgesprächen signalisierte. Dies könnte kurzfristig das Zinsthema entspannen und die Edelmetalle positiv beeinflussen. Vor einigen Tagen wurde bereits darauf hingewiesen, dass die Trendampeln für den Rohstoffmarkt grün waren und ein extrem überverkaufter Bereich vorlag, obwohl der Gesamtmarkt nicht stark abgegeben hatte. Dies deutete auf eine relative Stärke hin und darauf, dass inflationsrelevante Rohstoffwerte anziehen könnten. Tatsächlich haben Ölpreise wie Brent und WTI kräftig zugelegt und zwischenzeitlich ein Jahreshoch markiert. Der Trend ist intakt, und der Ölpreis ist technisch gut gelaufen. Das Marktsentiment befindet sich im neutralen Bereich, was bedeutet, dass noch lange nichts beendet ist. Der deutliche Abschlag von 7 % war ein ordentlicher Schluck aus der Pulle. Konsolidierungen sind nicht ausgeschlossen. Die Meldungen zu geopolitischen Konflikten und Donald Trumps Äußerungen sorgen für ein Hin und Her bei den Ölpreisen. Kurzfristig werden beide Seiten zu sehen sein. Es wird jedoch erwartet, dass nach Beendigung der Korrektur auf den traditionellen Märkten ein Megalauf bevorsteht.
Apple präsentierte gestern Abend nach US-Börsenschluss seine Quartalsergebnisse. Die Zahlen waren gut, sowohl Umsatz als auch Gewinn übertrafen die Erwartungen. Apple meldete im ersten Quartal unter dem neuen CEO einen Umsatz von 114 Milliarden US-Dollar, ein deutliches Plus von 12 % gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn pro Aktie lag ebenfalls über den Erwartungen. Allerdings drückt der Ausblick und das Thema teurer Speicherchips könnte Apple im Weihnachtsgeschäft belasten. Trotz der guten Zahlen kam es nicht zu einem starken Kursanstieg. Die Hoffnung, dass Apple als Auslöser für eine nachhaltige Beruhigung des Marktes dienen könnte, erfüllte sich nicht. Die Aktie bleibt jedoch robust und hat sich zwischenzeitlich wieder an die Spitze der teuersten Unternehmen der Welt gearbeitet. Bei Beendigung der allgemeinen Korrektur sind Aktien wie Apple Kandidaten, die man sich genauer ansehen sollte, da sie die Trends fortsetzen könnten.
Das Märkte und Trends System zeigte am 13. Oktober bei 342 US-Dollar ein kurzfristiges Signal für Apple, da der Marktsentiment-Bereich leicht überverkauft war. Ein Best Case für eine kurzfristige Variante sieht ein Potenzial von 12 % vor, bis zu 374 US-Dollar. Die Trendziele reichen sogar bis 385 US-Dollar, was eine deutliche Entwicklung darstellt. Es wird jedoch eine Marktberuhigung und Stabilisierung